23-Jähriger blieb gleich mehrfach liegen

Kuriose Pannen-Fahrt: Überforderter Lkw-Fahranfänger hilflos auf der A7

+
Anhänger auf Anhänger geladen: Dieses Pannen-Gespann blieb gleich mehrfach auf der A 7 liegen.

Ein offenbar überforderter 23-jähriger Lkw-Fahranfänger ist am Dienstag mit seinem Lastzug auf der A7 bei Homberg gleich mehrfach liegen geblieben.

Aktualisiert am 9. November - Der Grund laut Polizei: Sein kurioses Pannen-Gespann, das zudem auch noch mangelhaft gesichert wurde. 

A7 - die größten Problemstellen

Auf der A7 gibt es tägliche Meldungen von Staus, Sperrungen und Unfällen – und die Autobahn ist häufig dicht. Wir sind Deutschlands wichtigste Nord-Süd-Verbindung in der Region mit der Kamera abgeflogen und geben einen großen Überblick auf die Problemstellen.

Der junge Fahrer, der in diesem Fall Ursache für Probleme auf der Autobahn war, zog mit einem sechs Tonnen schweren Lkw einen Zweiachs-Anhänger, auf den ein weiterer Anhänger verladen worden war. Mit diesem Gewicht von etwa zehn Tonnen war das Zugfahrzeug überlastet, so die Polizei. Zudem sei der Anhänger so schlecht gesichert gewesen, dass er eine Gefahr darstellte. Gegen 9 Uhr war die Fahrt zunächst in der Steigung am „Pommer“ vorbei. Wegen der Überlastung drehte die Hinterachse des Zugfahrzeuges auf nasser Fahrbahn durch. Der Fahrer ließ dabei die Antriebsräder derart stark und ausdauernd durchdrehen, dass an der Fahrbahn ein Schaden von 2500 Euro entstand.

Auf A7: Fahrer beschädigte Kupplung

Der liegengebliebene Pannen-Lastzug fiel der Autobahnmeisterei Hönebach auf. Dem Fahrer wurde geraten, den Anhänger auf dem nahen Parkplatz abzustellen. Der 23-Jährige ignorierte das und fuhr zurück auf die Autobahn. Keine zehn Kilometer weiter, in der Steigung vor der Anschlussstelle Homberg/Efze, fuhr er sich erneut fest. Dabei beschädigte er die Kupplung.

Der Lastzug stand nun auf dem rechten Fahrstreifen in einer Kurve. Die Autobahnpolizei Bad Hersfeld wurde alarmiert, die Autobahnmeisterei Hönebach zur Absicherung der Bergungsarbeiten angefordert. Der Anhänger wurde am nahen Autohof abgestellt, der Lkw in eine Werkstatt nach Kirchheim geschleppt.

Bußgelder drohen

Wie sich herausstellte, verfügt der 23-Jährige nicht über die vorgeschriebene Qualifikation für den gewerblichen Güterverkehr. Seine unzureichende Eignung als Berufskraftfahrer, so der Polizeibericht, stellte er erneut unter Beweis, als er beim Sichern des Anhängers den Keil falsch herum unter den Reifen legte.

Neben den Kosten für die beschädigte Fahrbahn, den Einsatz der Autobahnmeisterei und den Abschleppkosten kommen auf Fahrer, Halter und Verlader nun nicht unerhebliche Bußgelder zu. (cig)

Eine unglaubliche Ladung stoppten vor kurzem Beamte in Diemelstadt: Dort hatte ein Lastwagen einen Lastwagen geladen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.